Wiedererweckung eines Instrumentes


Auf seiner steten Suche nach unentdeckten oder in Vergessenheit geratenen Kompositionen entdeckte Ludwig Güttler auch hochinteressante barocke und frühklassische Werke für  Corno da caccia. Dieses Instrument — hervorgegangen aus dem Jagdhorn als Signalinstrument - wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts ob seines weicheren Klanges und der ihm zu entlockenden Virtuosität eines der beliebtesten Blechblas-instrumente. Die zahlreichen damals entstandenen Konzerte allerdings sind wegen ihrer hohen Lage auf den heute gebräuchlichen Waldhörnern nur bedingt spielbar. Um diese Literatur trotzdem für den modernen Konzertsaal handhabbar zu machen, inspirierte Ludwig Güttler den Leipziger Instrumentenbaumeister Friedbert Syhre zum Bau von mit Ventilen ausgestatteten Corni da caccia in verschiedenen Grund-stimmungen, die der Klangcharakteristik der alten Instrumente nahe kommen. Das Corno da caccia ist sozusagen das zweite Leib-und-Magen-Instrument Ludwig Güttlers geworden; mit ihm gewann er der Musikwelt viele hörenswerte Kompositionen zurück.


       

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